Uergel

Als grobes Raster im Hintergrund dienten französische Mensur-Parameter die entsprechend variiert wurden.Die Intonation betont diese Vorgaben und verfeinert die Zuordnung der einzelnen Stimmen auch im Hinblick auf die Raumanpassung.

 

Im technischen Bereich kam natürlich nur die Schleiflade in Verbindung mit mechanischer Tontraktur in Frage. Auf Wunsch der ausübenden Musiker wurde die Registertraktur rein elektrisch mit einer elektronischen Setzerkombination gebaut.

Die Orgel wurde nach Gesichtspunkten einer guten Klangabstrahlung, Zugänglichkeit und Platzverhältnissen für den Chor gestaltet. In der Mitte steht das Schwellwerk und seitlich in C’/C’s-Seite geteilt Hauptwerk und Pedal auf kombinierten Windladen.

 

Der Spieltisch wurde freistehend mit Blick des Organisten zur Orgel konzipiert. Dies gestattet dem Organisten vom Spieltisch aus auch den Chor zu dirigieren. Um diese Platzverhältnisse noch zu optimieren, wurde die Empore im Mittelteil geringfügig erweitert.

Nun zum vierten wesentlichen Element, der Gehäusegestaltung: Grundriss und Aufgliederung bilden eine symmetrische Einheit mit der Orgelanlage. In der Mitte befindet sich das Schwellwerk mit Flûte harmonique 8’ im Prospekt vor den Jalousien; seitlich in C’/C’s-Seite geteilt das Hauptwerk mit Montre 8’ im Prospekt. Das Pedal tritt optisch nicht in Erscheinung. Die oberen Gehäuseabschlüsse spiegeln in zeitgemäßer Manier quasi Schallwellen und Schwingungen wieder. Als Hommage an den amerikanischen Soldaten George Mergenthaler, der Ende 1944 bei der Verteidigung Eschweilers gefallen ist, wurde die 4’-Flöte nach ihm benannt. Dieses Register ist aus Eiche und Elsbeere in pyramidaler Form ausgeführt und ab c’ doppelt labiert.

 

Schließlich möchte ich mich bei Herrn Pfarrer Francis Erasmy, Herrn Bürgermeister François Rossler, Herrn Yves Plier sowie den Herren des Orgel-Komitee's, auch im Namen meiner Mitarbeiter für die Übertragung dieser Aufgabe sehr herzlich bedanken und wünsche der Pfarrgemeinde Eschweiler und allen Gottesdienst- und Konzertbesuchern viel Freude mit dieser Orgel.

Wolfgang Eisenbarth, Orgelbaumeister

Beschreiwung Uergel

Bei der Entwicklung des musikalischen Konzeptes dieser Orgel lag der Gedanke zugrunde, für diesen relativ kleinen Kirchenraum ein Klangbild zu entwickeln, das den vielseitigen Anforderungen von Liturgie und Konzert entspricht.

Demnach schied von vorneherein die strenge Anlehnung an eine bestimmte Stilrichtung aus. Es wurde versucht ein vielseitiges Instrument zu bauen, das jedoch seinen Charakter und damit ein geschlossenes Klangbild aufweist.Um dieses Ziel zu erreichen, wurde mit Hilfe frei variabler Mensuren für fast jedes Register deutliche Eigen-Charakteristik mit guter Mischfähigkeit angestrebt, um möglichst vielfältige Registriermöglichkeiten, gerade bei diesem kleinen Instrument, zu gewinnen.

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